Mobbing im Visier

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Mobbing, umgangssprachlich oft als ständiges Ärgern, Schikanieren oder Ausgrenzen beschrieben, kann an vielen Orten vorkommen – sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder in anderen sozialen oder beruflichen Umfeldern. Der Begriff stammt ursprünglich vom englischen „to mob“, was so viel wie „fertigmachen“ oder „anpöbeln“ bedeutet. Es geht dabei darum, eine Person immer wieder zu schikanieren, zu beleidigen oder in ihrer Würde zu verletzen – sei es durch Hänseleien, Ausgrenzung oder subtile Angriffe.

 

Im Umgang mit Mobbing schauen wir uns zunächst genau an, wie die Dynamiken innerhalb einer Gruppe oder Organisation ablaufen. Mobbing entsteht oft durch unbewusste Gruppenkonstellationen, in denen bestimmte Rollen von den Beteiligten eingenommen werden – etwa das Opfer, der Mobber und Zuschauer, die entweder aktiv mitmachen oder wegsehen. Diese gruppendynamischen Prozesse zu erkennen und zu verstehen, ist der erste Schritt, um Veränderungen in einem bestehenden System herbeizuführen.

 

Oft hat sich der Mobbingprozess so stark verfestigt, dass das Opfer nicht mehr alleine aus dieser belastenden Situation herausfindet. Die betroffene Person wird in eine Rolle gedrängt, aus der sie sich ohne Unterstützung kaum befreien kann. Daher ist es wichtig, die Strukturen und Muster zu durchbrechen, die zu diesem System führen. Das bedeutet, dass sowohl die betroffene Person als auch die anderen Beteiligten (z.B. Kollegen, Vorgesetzte) mit einbezogen werden müssen, um ein echtes Umdenken zu ermöglichen und den Teufelskreis von Mobbing zu durchbrechen.

 

Der Schlüssel ist, das Thema offen anzusprechen und durch gezielte Interventionen sowohl auf individueller als auch auf Gruppenebene Veränderungen anzustoßen. Nur so kann die betroffene Person wieder die Möglichkeit bekommen, sich aus der Mobbing-Situation zu befreien und sich in einem respektvollen und wertschätzenden Umfeld weiterzuentwickeln.